Ingwertee

Ingwer ist nicht nur ein Gewürz in der orientalischen und asiatischen Küche, sein Konsum wirkt sich auch äußerst positiv auf die Gesundheit und Verdauung aus. Ingwer kann in allen Variationen zu sich genommen werden. Ob als Küchengewürz, als Pulver, frisch oder eingelegt, im Getränk oder auch im Tee – Ingwer ist ein Allrounder und überaus beliebt. Auch als naturreiner Press-Saft ist Ingwer bekannt. Ingwer wird für sein exotisches Aroma als Tee geliebt und besitzt neben seinem aromatischen Geschmack zahlreiche positive Eigenschaften für die Erhaltung der Gesundheit.
Die Inhaltsstoffe von Ingwer haben eine antibakterielle sowie virushemmende Wirkung und können vor Übelkeit und Erbrechen schützen, weshalb Ingwer auch bei Schwangerschaftsübelkeit eingesetzt wird. Ingwer fördert darüber hinaus die Durchblutung im Körper und steigert die Gallensaft-Produktion. Besonders als Tee ist die Ingwerknolle sehr bekömmlich und alle Inhaltsstoffe werden für den Körper durch das heiße Wasser verfügbar gemacht. Seit den 1980er Jahren ist Ingwer auch in Deutschland offiziell als Heilpflanze anerkannt. Der Knolle werden an die 30 gesundheitsfördernde Wirkungen nachgesagt, von denen schon viele durch klinische Studien belegt wurden.

Kleine Ingwer-Pflanzenkunde

Die schilfartige Ingwer-Pflanze (Zingiber officinale), auch Imber oder Immerwurzel genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Zingiber und kann Wuchshöhen von bis zu 150 Zentimetern erreichen. Insbesondere die äußerst aromatische Wurzel des Ingwers wird als Küchengewürz und als Arzneimittel verwendet. Der Ingwer besitzt in der Blütezeit dunkelviolette Blüten und verbreitet sich sowohl über Blütenpollen und Samen als auch über weit verzweigte Wurzelsysteme.
Bereits der Geruch des Ingwers ist verheißungsvoll aromatisch, der Geschmack auf der Zunge kann von angenehm bis brennend scharf und würzig sein. Der wesentliche Bestandteil des Ingwers ist dabei ein ätherisches Öl, aber auch sogenannte Harzsäuren sowie Gingerol, eine scharf aromatische Substanz, welche dem Ingwer seine Schärfe verleiht und den Kreislauf anregt. Ingwer schmeckt pur häufig sehr scharf und besitzt eine ausgeprägte Note nach Zitrone. Dabei kann jede Wurzel ihr eigenes Aroma haben.

Positive Eigenschaften des Ingwers für die Gesundheit

Ingwer enthält darüber hinaus viele weitere gesundheitsfördernde Stoffe wie Zingiberol, Zingiberen, Shogaol und Diarylheptanoide. Zudem finden sich die verdauungsfördernden Stoffe Borneol, Cineol, die Scharfstoffe Shoagol und Zingeron in der bekannten Wurzel. Auch Vitamin C, Calcium, Kalium, Eisen, Natrium und Phosphor sind in Ingwer enthalten. All diese Inhaltsstoffe machen die Ingwerknolle so gesund und vielfältig. Ingwer kann darüber hinaus auch beim Abnehmen helfen, da seine Inhaltsstoffe den Stoffwechsel anregen und Fette somit schneller vom Körper verbrannt werden können.Ingwer ist in den Tropen und Subtropen beheimatet und wird in Indien, Indonesien, Sri Lanka, Vietnam, Japan, China, Australien, aber auch in Frankreich sowie in Nigeria und Südamerika angebaut. Wo die Wurzel ihren Ursprung besitzt ist heute nicht bekannt, aber die Pflanzen ist bereits seit dem 9. Jahrhundert auch in den europäischen Breitegraden bekannt. Weniger bekannt ist sind der grüne Ingwer. So werden die jung geernteten, nicht so scharf schmeckenden Triebe der Ingwer-Pflanze bezeichnet. Diese werden oft zur Heilung von Husten eingesetzt.
Ingwer wird zudem bereits seit Jahrtausenden in der chinesischen Medizin bei Arthrose und Rheuma angewendet. Heute ist bewiesen, dass die Inhaltsstoffe des Ingwers die Entzündungen im Körper beruhigen können und einen positiven Effekt auf die Steuerung des Immunsystems haben. Darüber hinaus kann der Ingwer Schmerzen genauso lindern wie das Schmerzmittel Ibuprofen.

Geheimtipp Ingwertee

Besonders im regnerischen Herbst und kalten Winter eignet sich die Zubereitung von Ingwer als bekömmlicher Tee, der den Körper von innen wärmt und Erkältungen vorbeugen kann. Bei der Zubereitung von Ingwertee werden alle positiven und gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe aus der Wurzel herausgelöst und im Wasser aufgespalten. So kann der Körper die Inhaltsstoffe hervorragend aufnehmen und der Ingwer seine positive Wirkung auf die Gesundheit optimal entfalten. Dabei kann der Tee auf verschiedene Arten zubereitet werden.Im optimalen Fall hat man frische Ingwerwurzel zur Hand. Für eine Tasse von etwa 300 Millilitern reichen etwa 1,5 bis 2 Zentimeter einer normal dicken Wurzel. Dieses Stück wird gewaschen und von ihrer weichen, dünnen Schale befreit, indem man mit einem scharfen Messer horizontal an der Wurzel entlangkratzt. Man kann die Schale aber auch mitverwenden, wenn es sich um Ingwer aus biologischem Anbau handelt. Danach wird die Wurzel in dünne Scheiben geschnitten oder mit einer Reibe in kleine Stückchen geraspelt. Nachdem man die zerkleinerte Wurzel in eine Tasse oder je nach gewünschter Menge in eine Teekanne geschüttet hat, kann man diese mit heißen, kochendem Wasser aufbrühen. Diese Mischung lässt man dann 10-15 Minuten lang ziehen. Um keine Inhaltsstoffe zu verlieren sollte man das Gefäß mit der Ingwertee-Zubereitung verschließen. Dann kann der selbst zu bereitete Ingwertee genossen werden. Eine weitere Möglichkeit Ingwertee herzustellen, ist die Verwendung von getrocknetem Pulver. Auch das Pulver wird mit heißem Wasser aufgegossen und einige Zeit ziehen gelassen. So verwendet wirkt Ingwer beispielsweise gegen Übelkeit, Halsschmerzen, Husten und Verdauungsbeschwerden. Ingwertee am Morgen garantiert einen gesunden Start in den Tag und lässt den Körper wach und fit werden.
Lässt man den Ingwertee erkalten, erhält man das bekömmliche Ingwerwasser. Im Frühling und im heißen Sommer kann die Mischung sehr erfrischend wirken. Dazu kann man das Ingwerwasser in den Kühlschrank stellen oder mit Eiswürfeln abkühlen.
Darüber hinaus kann man Ingwertee mit verschiedenen anderen Zutaten aromatisieren. Ingwer lässt sich hervorragend mit anderen Zutaten wie Zitronengras, Pfefferminze oder Süßholz kombinieren. Auch Orangeschalen, Kardamom oder Nelken können dem Ingwertee eine exotische Note verleihen. Auch die Mischung mit grünem oder schwarzem Tee ist sehr beliebt. Leicht mit Honig gesüßt mögen auch Kinder gerne den Geschmack von Ingwertee.
Frischer Ingwer sollte immer an der Luft gelagert werden, um Schimmel vorzubeugen. Die Lagerung in einer luftdichten Dose oder im Kühlschrank ist nicht optimal. Ingwer kann oftmals wochenlang gelagert werden, wenn die Schnittflächen nicht zu groß sind und die Wurzel austrocknen. Sollte sich der Ingwer weich in der Hand anfühlen oder bereits vertrocknete Stellen haben, sind wahrscheinlich nicht mehr viele von den wertvollen Inhaltsstoffen enthalten und man sollte diesen nicht mehr als Grundlage für Ingwertee benutzen. Ingwertee wird aber auch in Drogerien und Supermärkten in Beutel-Portionen verkauft. Dieser kann oft monatelang gelagert werden.Ingwer selbst anpflanzen
Bei günstigen Bedingungen kann Ingwer sogar auch zu Hause angepflanzt werden. Dazu sollte man die Wurzel aber immer vor Frost schützen und beispielweise in einen großen Topf pflanzen. Für den Anbau schneidet man die Wurzeln in etwa 4 bis 5 Zentimeter große Stückchen und steckt diese bis zu einem Drittel mit der Schnittfläche nach unten in die vorbereitete Erde. Um zu gedeihen braucht Ingwer viel Feuchtigkeit.